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Family Visit 2009: Part 1

On September 12th Thorsten's sister Sabine and her hubby Gerd will arrive in Atlanta to spend one week at Wildwood. While Sabine was one of the first people to visit us shortly after we moved to Atlanta our dear brother-in-law was quite hesitant to set foot on U.S. soil. Whatever reasons he has had to stay away, we are happy that they don't matter any more. Or maybe his hunger for steak just became overpowering... Anyway, we are very much looking forward to spending some time with Bine & Gerd.

Whether they just want to take it easy or do some serious sightseeing, we'll definitely find something to keep them busy. And if they want neither, there's always some yard work to do... just kidding!

Bine & Gerd,
have a safe trip!

Bunnymoon

Für unsere Flitterwochen hatten wir uns -natürlich- den heißen Sommer in Atlanta ausgesucht und konnten es kaum abwarten, Julia und Thorsten endlich in ihrem Häuschen zu besuchen. Naja, das mit Thorsten hat leider nicht ganz geklappt, er musste sein Dasein während unseres Besuchs geschäftlich in Norwegen fristen, daher freute sich Julia umso mehr über die Abwechslung aus Deutschland.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich mich mit einem mulmigen Gefühl auf die Reise machte – hatte mir doch Julia wenige Tage zuvor von den riesigen Spinnen im Wildwood Place erzählt…. Und dass sie inzwischen eine spezielle Technik zum Abtransport dieses Geviechs aus ihren Räumen entwickelt hat…. Dies liess mir keine Ruhe und ich hatte in Gedanken schon sämtliche Varianten eines möglichen Aufeinandertreffens mit diesen Horrorspinnen durchgespielt.


Aber dort angekommen, vergass ich all diese Bedenken sofort! Beim Anblick dieses schönen Häuschens in solch wunderbarer Lage waren Stephan und ich ganz begeistert. So toll hatten wir das nicht erwartet und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einfach traumhaft ruhig, mit viel Wald und Grün, unfassbar, so etwas gibt’s mitten in Atlanta!



Das Wetter spielte auch zu unseren Gunsten mit, es war angenehm warm, aber nicht heiß, wie eigentlich normal zu dieser Jahreszeit.


Am nächsten Tag (Sonntag) stürmten wir zu Dritt in ein uns schon bekanntes Outlet und wider Erwarten waren es NICHT die beiden Frauen, die den Einkauf etwas verkomplizierten [……..] ok, das Angebot ist halt auch sooooo riesig in so nem Outlet ;-) gell, Stephan?


Abends wurden wir dann von Julia mit Ihrem Nudel-Spezialgericht verwöhnt und hatten schon da so ne Ahnung, dass der Urlaub viel zu kurz sein würde…


Montags musste Julia wieder zur Arbeit und wir machten uns mit Thorsten’s Beetle auf in die Stadt zu diversen Stores.


Den Abend verbrachten wir mit der für uns alle nervenzerreissenden Onlinesuche nach einem Hotel in Nashville, wobei schließlich Julia als erste fündig wurde und uns – wie sich einen Tag später herausstellen sollte – ein wahnsinns Hotel buchte, das „HILTON GARDEN INN“.


Nach ca. 5 Stunden Fahrt, inklusive sämtlicher Stopps an Burgerstationen und einem wenig beeindruckenden Fireworks - Store, checkten wir im Hotel in Nashville ein und konnten unser Glück über das Zimmer mit Whirlpool kaum fassen. Nun ja, die Freude legte sich wieder etwas, nachdem wir uns, im Whirlpool sitzend, regelrecht anschreien mussten, um den Lärm der blubbermachenden Düsen zu übertönen. Also Romantik geht irgendwie anders. Nüchternes Fazit: vergesst die super romantischen Filmszenen in Whirlpools…. Alles Fake.



Wegen des Regenwetters schmissen wir unsere Pläne kurzfristig um und fuhren am nächsten Tag zum von Stephan schon heiß ersehnten Gibson-Store, der etwas außerhalb von Nashville zu finden ist. Damit man die nun für Stephan kommende riesige Enttäuschung versteht, muss man zuerst erwähnen, dass dieser Gitarren-Store seine absolute Hauptmotivation für den Visit in Nashville war, er sich monatelang den Besuch dieses Stores in den tollsten Farben ausmalte und es kaum erwarten konnte zu sehen, wo seine heißgeliebten Gibson – Gitarren handgemacht werden……


Nach all diesen Vorfreuden sah sich Stephan dann vor einem kleinen, nicht besonders erwähnenswerten Gibson-Store stehen, der – und das war das wirklich Allerschlimmste – sich in einer gewöhnlichen MALL befand. Damit war der Coolness – Faktor sofort im Arsch (sorry, man kann's nicht schönreden) und die Enttäuschung riesig.


Der Abend klang in einer Bar, dem Listening Room aus,wo sich unbekannte und auch berühmte Songwriter die Ehre gaben und in lockerer Atmosphäre ihre neuesten country songs vorstellten.


Den folgenden Tag verbrachten wir in der Country Hall Of Fame“, in der wir den original Cadillac von Elvis Presley und beispielsweise ein Kleid von Dolly Parton (ich kann nur sagen, wie um Himmels Willen hat die in das kleine Ding reingepasst???) bewunderten.


Das Nachtleben endete für uns in der bekannten BB King’s Blues Bar, welche uns total begeisterte. Volles Haus und eine tolle Live Band mit 3 Damen im Vordergrund, die außer Gesang noch die Aufgabe hatten, im Takt die Mähne zu schütteln und gleichzeitig mit dem Hintern zu wackeln.


Am nächsten Tag waren wir schon wieder auf dem Rückweg nach Atlanta und machten nebenbei noch einen Abstecher nach Lynchburg zur Jack Daniel’s Distillery.


In Atlanta dann spät abends angekommen, empfing uns Julia mit 3 selbst marinierten Putenbrüstchen und bereitete uns damit eine liebevolle Überraschung J


Julia hatte dann noch die super Idee, man könne ja am Samstag das berühmte Fox-Theatre in Atlanta besuchen. Wir waren sofort Feuer und Flamme, erst recht, als Stephan meinte, dass 2001 - A Space Odyssey liefe und der wäre gut.


An dieser Stelle muss ich mal kurz unterbrechen…… Es ist ja bekannt, dass Frauen und Männer manchmal unterschiedliche Geschmäcker haben… aber isses wirklich soooo schlimm????


Ok, bin wieder zurück. Das Kino war, wie von Julia versprochen, sehr beeindruckend. Ich kann es nicht mal beschreiben, man muss es einfach selbst erlebt haben, denn ich kenne keine vergleichbare Kulisse.


Die Begeisterung legte sich rasch, als wir im Film saßen (englisch) und geschlagene 30 Minuten vergingen, ehe das erste gesprochene Wort fiel. Zuvor bevölkerten wild gewordene Affen die Leinwand untermalt von – zugegebenermassen imposanter – Opernmusik wie dem Kyrie aus Requiem und diversen Walzern von Johann und Richard Strauss (danke Wikipedia)….. Und während Stephan das „Filmerlebnis“ sichtlich genoss, waren Julia und ich, gelinde gesagt, etwas irritiert. Julia verlieh dieser Irritation besonders Ausdruck, indem sie sogleich, als die Pause begann, von ihrem Kinositz aufsprang und resolut meinte, das reiche ja jetzt, wir könnten ja dann gehen!


Ich war erleichtert, Stephan schockiert und - wie ich in seinem Auftrag hier unbedingt erwähnen soll - darüber nicht besonders erfreut.


Der Abend endete noch mit einer Verweigerung des Bierausschanks an zwei Deutsche, weil diese keinen Reisepaß (jawohl!) bei sich hatten.


Für unseren vorletzten Tag hatten wir Drei uns mächtig ins Zeug geschmissen: Julia und ich in der Küche und Stephan am Grill, und stellten ein schwer zu übertreffendes Gourmet – Barbecue auf die Beine. Von gegrillter und butterzarter Schweinelende über Kartoffelsalat nach Ruth’s Rezept gab es noch eine Menge anderer Raffinessen. Nach diesem üppigen Gelage schleppten wir uns und unsere riesigen, vollen Bäuche gerade noch mit Müh und Not auf die Couch im Haus…


Der Abreisetag war traurig für alle, denn die Zeit war super toll und viiiieel zu schnell um. Wir hatten eine Menge Spaß zusammen und keiner hatte Lust darauf, das zu beenden.


Ach so, halt: warum eigentlich „Bunnymoon“?


Nun, wir hatten die Ehre, den im Blog schon beschriebenen niedlichen Adoptiv - Hasen der Stösser’s kennenzulernen. Er war unser täglicher Begleiter und sorgte für viele schöne Erlebnisse und etliche Lacher. Es war schon zur Gewohnheit geworden, dass wir mehrmals täglich nach dem knuddeligen Kameraden Ausschau hielten und uns dann wie kleine Kinder freuten, wenn er im Garten hoppelte, uns aus der Hand frass oder auch mal ganz hasenmässig cool unter dem schattenspendenden Gartentisch lag und sich gemütlich lang ausstreckte.



Dieser kleine Kerl gab unserer Zeit im Wildwood Place eine ganz besondere Note und es ist schön zu wissen, dass Julia nach unserer Abreise doch nicht ganz alleine war……





Jasmin & Stephan


Special thanx to:

Thorsten (für die vertrauenswürdige Überlassung seines lindgrünen Super-Beetle - Stephan hat im Schweisse seines Angesichts zum Dank den Rasen gemäht)

Julia (für abwechslungsreiches Entertainment, köstliche Versorgung, super Unterbringung)

Nochmal Julia (dafür, dass Du die fette Spinne, welche Du aus der Couch geholt hast, in Atlanta niemals vor mir erwähnt hast – Stephan hats mir eben erst gesagt…!)

Julia & Thorsten – für einen unvergesslich schönen Bunnymoon!!!!

Introducing Roger Rabbit...


Ihm scheint es bei uns zu gefallen, seit Montag haben wir ihn jeden Abend im Garten angetroffen.

Wildwood Living in Morningside

So gruen kann Stadtleben sein. Ungefaehr 4 Meilen noerdlich von Downtown, zwischen Midtown und Buckhead liegt der Stadtteil Morningside.
Die Natur spriest, waechst und gedeiht hier ueberall, wo ihr nicht Einhalt geboten wird.  In unserem Wildwood scheint so ziemlich alles zu leben, was klettern, krabbeln, hoppeln oder fliegen kann.


Unzaehlige Eichhoernchen, Streifenhoernchen, sogar Waschbaeren gehen hier ein und aus. Meistens sind die Nager jedoch zu flink, als dass man sie fotografieren koennte. Die neueste Sichtung war ein recht stattlicher Hase, der neugierig saemtliche Ecken unseres Backyards erkundet hat, ohne sich durch unsere Anwesenheit stoeren zu lassen. Ausgesehen hat er wie der Schmunzelhase von Lindt - golden-braun.
Zu den weniger niedlichen Wildwood-Bewohnern gehoeren zahlreiche Insekten, die nicht nur uns gefaehrlich werden koennten, sondern zum Teil auch unserem Eigenheim an die Substanz gehen koennten, wie zum Beispiel Termiten, Carpenter Bees (Holzbiene - macht jeder Bohrmaschine Konkurrenz), sowas Aehnliches gibt es auch noch in der Ameisenversion (Carpenter Ants), Hornissen und sonstiges Getier...
Ganz zu schweigen von den vielen Spinnen, die mitunter nicht nur fies aussehen, sondern auch noch giftig sind. Schwarze Witwen sind keine Seltenheit - es soll auch Skorpione und Giftschlangen geben, allerdings haben wir noch keine gesehen, das koennte von mir aus so bleiben... Seit ein paar Tagen haben wir Gluehwuermchen im Garten. Nicht nur ein paar sondern hunderte. Sie sitzen im Gras und sobald die Daemmerung einsetzt, fliegen sie senkrecht in die Hoehe und gluehen fuer ein paar Sekunden neon-gelb. Fast wie ein kleines Feuerwerk.


Wildwood - immer wieder ein Erlebnis... Letzte Woche wurde uebrigens in der Naehe von Atlanta (Kennesaw) ein Schwarzbaer in einem Wohngebiet gesichtet - es ist also mit allem zu rechnen... was die Sache ja auch interessant macht.
So long!

...just married...

Am 12.06. 2009 - auf den Tag genau drei Jahre nach unserer Hochzeit - gaben sich Stephan und Jasmin das Ja-Wort. Die Trauung fand im Haus Solms in Karlsruhe statt. Zur anschliessenden Fete ging's nach Eggenstein in "de Badisch". 
Nach einem eher traditionellen Auftakt mit Sektempfang, Hochzeitsessen und den Reden der beiden Vaeter, nahm die Party enorm an Fahrt auf als "The Dead Flowers" ihre "experienced country and roll music" zum Besten gaben. Die Band rund um "Planer" hat die richtigen Songs im Repertoire, um Jung und Alt auf die Tanzflaeche zu locken. ( www.the-dead-flowers.de ) Jasmin und Stephan, herzlichen Glueckwunsch zur Hochzeit und zu einem rundum gelungenen Fest. Nachdem der grosse Tag nun vorbei ist, koennt Ihr Euch in Ruhe auf Eure Hochzeitsreise vorbereiten. Wir freuen uns schon auf Euren Besuch in Atlanta!


Bild: Das Brautpaar eingerahmt von Jasmin's Schwester und Trauzeugin Julia und deren Freund Thorsten. 

Alles Gute fuer Eure gemeinsame Zukunft und gute Reise!

Kabelfernsehen

Nach fast drei Monaten im neuen Heim hatte Thorsten die Schnauze voll - vom Satellitenfernsehen, von unserer viel zu langsamen Internet-Verbindung und von unserer staendig gestoerten Telefonleitung. Am Satellitenfernsehen gab es eigentlich nichts auszusetzen, die Bildqualitaet war tiptop, wir hatten wie zuvor auch jede Menge Kanaele, die wir sowieso nie angeschaut haben, der zugehoerige Receiver sah klasse aus und hat prima ins Regal gepasst. Das einzige Problem war, dass man uns mit einem Sonderangebot angelockt hatte und letztendlich sollten wir dann doch den regulaeren Preis bezahlen. Fuer solche Spaesse sind wir allerdings nicht mehr zu haben... Inzwischen schon gewieft in der US-Konsumwelt hat Thorsten der Satellitenfernsehfirma dann mal einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Sie koennen Ihre Schuessel und den schicken Receiver zurueckhaben und wir schauen ab sofort Kabelfernsehen bei der Konkurrenz. Die Konkurrenz bietet neben Kabelfernsehen auch Internetzugang an und das ganze zum Wohlfuehlpreis.
Die Kabelfirma kam gestern morgen und hat alles klar gemacht.
Wenn ich an die Anfangszeiten des Kabelfernsehens in Deutschland denke, faellt mir als erstes ein, dass alle Strassen, in die das "Kabel" gelegt wurde, erstmal monatelang aufgerissen waren und es hat ewig gedauert, bis alles verlegt war und alle Haeuser am Netz hingen und die Strassen dann wieder geteert und freigegeben waren.
Dafuer haben wir hier keine Zeit und auch keine Lust. Das Fernseh/Internet-Kabel wird vom naechsten Verteilerkasten einfach ueber die Strasse bis zum Haus gespannt und die groesste Herausforderung ist, sich zu ueberlegen, wo es denn nun ins Haus gefuehrt wird. Die einfachste Loesung in unserem Fall war, den Fensterrahmen im Keller zu durchbohren und das Kabel durchzuziehen. Dann an der Kellerdecke irgendwo befestigen, durch den Crawlspace hoch ins Wohnzimmer und schon haste Kabelfernsehen. Das war eine Sache von 2 Stunden. Die Bildqualitaet ist tiptop, bis zum naechsten Sturm auf jeden Fall. Dann koennte es sein, dass unser Fernsehkabel von einem entwurzelten Baum mitgerissen wird und wir dann kein Signal mehr empfangen. Das macht aber nichts, denn der Baum, der das Fernsehkabel herunterreisst, reisst die Stromleitungen gleich mit. Und ohne Strom kann man eh nicht fernsehen. Then the power guys and the cable guys get out and hook us up again...
Ganz nebenbei haben wir dann noch eine kleine Einfuehrung in den Elektrikerberuf erhalten und gelernt wie man Stromleitungen erdet: Einfach an die Wasserleitungen anschliessen.

Happy Easter!

Eben war noch Weihnachten und schon ist wieder Ostern... da Karfreitag (Good Friday) hier kein Feiertag ist und es Ostermontag gar nicht gibt, muessen wir jedes Jahr aufpassen, Ostern nicht ganz zu verpassen. Langsam wird auch das Wetter wieder Atlanta-like, nice and pleasant. Der Winter war lang - letzte Woche wurden downtown sogar noch Schneeflocken gesichtet... Das Fruehjahr war bisher ziemlich verregnet, was uns hier im Sueden sehr gut getan hat, denn die Trockenheit der letzten Jahre hat die Trinkwasserreserven betraechtlich schwinden lassen. Aber durch Immobilien- und Finanzkrise ist die Wasserknappheit ziemlich in den Hintergrund getreten. Es kommt ja auch noch immer genug aus der Leitung... Und ausserdem war neulich wieder Earth-Hour. Da schaltet man dann eine Stunde lang das Licht aus und ist stolz darauf, etwas fuer die Umwelt getan zu haben. Am naechsten Tag latscht man dann wieder abends aus seinem Buero und laesst das Licht ueber Nacht an. Sonst sieht ja die Skyline nach nix aus... Und weil das noch nicht genug Energieverschwendung ist, laesst man das Auto laufen, wenn man egal wo auf egal wen oder was wartet. Denn Sprit ist wieder billig und in rauhen Mengen vorhanden und ausserdem funktioniert ja sonst die Klimanlage nicht. Was hat das eigentlich alles mit Ostern zu tun? Nix. Aber gesagt werden muss es ab und zu mal...
So long!